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RCDS Hessen kritisiert Kampagne gegen Prof. Dr. Susanne Schröter an der Frankfurter Goethe-Universität

An der Frankfurter Goethe-Universität treten Studenten gegen die Professorin Dr. Susanne Schröter, die Direktorin des „Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam“ (FFGI), ein. Grund dafür ist die von ihr vorbereitete Konferenz über „Das islamische Kopftuch – Symbol der Würde oder der Unterdrückung?“. Dabei forderten die Studenten, die Professorin von ihrer Position zu entlassen und die Konferenz selbst abzusagen. Bei dieser studentischen Kampagne wurde in den sozialen Medien unter anderem der Hashtag „#schroeter_raus“ verbreitet.

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vorgestern berichtete, wurden für die Konferenz Redner mit unterschiedlichen Standpunkten eingeladen. So stehen unter anderem Alice Schwarzer, Necla Kelek, Dina El Omari und Khola Maryam auf der Rednerliste. Letztere spricht sich für eine Kopftuchpflicht von Musliminnen aus, wohingegen Dina El Omari das Tragen des Kopftuches jeder Frau freistellen möchte. Mithin wird eine ausgewogene Rednerliste geboten.

Der RCDS-Landesvorsitzende Marius Hegmann ist mit Blick auf die Kampagne der Studenten schockiert: „An den Universitäten muss ein freier Diskurs stattfinden können. Dafür muss die Möglichkeit bestehen, verschiedenartige wissenschaftliche Auffassungen innerhalb eines akademischen Diskurses vertreten zu können.“

Die Freiheit von Forschung und Lehre gehört zu der Grundlage des effizienten deutschen Wissenschaftssystems. Die Wissenschaftsfreiheit bietet gerade die nötigen Diskussionsräume, um Forschungsfragen beantworten zu können und fördert innerhalb eines offenen Diskurses zugleich Verständnis und Rationalität. Hegmann weiter: „Gerade die Freiheit ist die Stärke der Wissenschaft, weshalb es indiskutabel ist, dass auch Konferenzen wie „Das islamische Kopftuch“ stattfinden müssen, ohne dass den Veranstaltern Rassismus vorgeworfen wird.“

Des Weiteren kritisiert der RCDS Hessen, dass sich die Studenten, die über Facebook und Instagram auf sich aufmerksam machen, nicht mit der Professorin selbst gesprochen haben. Eine direkte Konversation ist für alle Beteiligten konstruktiver als die gestartete Kampagne, die sich gegen die Professorin persönlich richtet.

Abschließend setzt sich der RCDS dafür ein, dass die Konferenz über „Das islamische Kopftuch – Symbol der Würde oder der Unterdrückung?“ stattfinden muss und Professorin Dr. Susanne Schröter nicht von ihren Positionen enthoben wird.